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FSRdp Client unter Windows installieren
Von der heruntergeladenen Setup-Datei bis zur ersten funktionierenden
Sitzung – mit allem, was man dabei einstellen und erlauben muss.
1. Voraussetzungen
- Windows 10, Windows 11 oder Windows Server, jeweils 64 Bit.
- Keine separate .NET-Installation – das Paket bringt alles mit.
- Rechte zum Installieren von Programmen auf diesem PC.
- Den Servernamen und die Ports Ihres FsRdpServers (Standard
8888 und 8889).
- Für die Sprachübertragung: ein Mikrofon. Ein Headset wird dringend empfohlen – siehe Abschnitt 7.
Am Client müssen Sie keine Ports freigeben. Der Client
baut die Verbindung immer von sich aus zum Server auf. In der
Windows-Firewall ist deshalb nichts einzurichten, und auch Ihr Router
braucht keine Portweiterleitung. Nur der Server muss erreichbar
sein.
2. Installation
1
Setup herunterladen
Laden Sie Setup_FSRdpClient.exe herunter und speichern
Sie die Datei in einem beliebigen Ordner, zum Beispiel unter
„Downloads“.
Windows-Installer herunterladen
2
Setup starten
Doppelklick auf die heruntergeladene Datei. Der Installer führt Sie
durch wenige Schritte; die Voreinstellungen können Sie
übernehmen.
3
Falls eine blaue Warnung erscheint
Windows zeigt bei wenig verbreiteten Programmen eine
SmartScreen-Meldung („Der Computer wurde durch Windows geschützt“).
Klicken Sie auf Weitere Informationen und dann auf
Trotzdem ausführen. Das ist kein Hinweis auf
Schadsoftware, sondern darauf, dass die Datei noch nicht oft genug
heruntergeladen wurde.
4
Programm starten
Nach der Installation finden Sie FSRdpClient im
Startmenü und auf dem Desktop.
Nicht von einem Netzlaufwerk starten. Wird das Programm
über einen UNC-Pfad wie
\\server\freigabe\FsRdpClient.exe ausgeführt, blockiert
Windows den Zugriff auf Mikrofon und Kamera stillschweigend – ohne
Fehlermeldung. Installieren Sie den Client immer lokal.
Der Client läuft nur einmal je Anmeldung. Ein zweiter
Start holt lediglich das bereits offene Fenster nach vorn. Das ist
Absicht: Zwei Instanzen würden sich dasselbe Mikrofon teilen, und die
zweite würde den Ton aufnehmen, den die erste gerade wiedergibt – eine
Rückkopplung, gegen die keine Echounterdrückung hilft.
3. Mikrofon und Kamera freigeben
Das ist die mit Abstand häufigste Ursache für „ich höre nichts“ bzw.
„man hört mich nicht“. Klassische Desktop-Programme bekommen unter
Windows keinen Berechtigungsdialog – die Freigabe
müssen Sie einmalig selbst setzen.
1
Mikrofon-Zugriff erlauben
Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit →
Mikrofon öffnen. Dort müssen zwei Schalter an sein:
Mikrofonzugriff und – weiter unten –
„Desktop-Apps den Zugriff auf das Mikrofon erlauben“.
Der zweite Schalter wird oft übersehen.
2
Kamera-Zugriff erlauben
Genauso unter Einstellungen → Datenschutz &
Sicherheit → Kamera, ebenfalls einschließlich
„Desktop-Apps den Zugriff auf die Kamera erlauben“. Nur nötig, wenn
Sie Ihre Kamera übertragen möchten.
Änderungen an diesen Schaltern wirken erst nach einem Neustart des
Clients.
4. Einstellungen: Server, Name, Sprache
Öffnen Sie die Einstellungen über das Zahnrad-Symbol. Im Reiter
Personal Settings tragen Sie ein:
Your name |
Ihr Anzeigename, den die anderen Teilnehmer in der Liste sehen. |
Server address |
Der DNS-Name Ihres Servers, z. B. server.ihrefirma.de. Keine IP-Adresse – das Zertifikat des Servers lautet auf den Namen, und mit einer IP-Adresse schlägt die Prüfung fehl. |
Main port / Audio port |
Normalerweise 8888 und 8889. Ändern Sie das nur, wenn Ihr Serverbetreiber andere Ports genannt hat. |
Spoken language (for live subtitles) |
Ihre eigene Sprache. Sie bestimmt, in welcher Sprache Ihre Rede erkannt wird und in welcher Sprache Sie die Untertitel der anderen mitlesen. Nur relevant, wenn Ihr Server Live-Untertitel anbietet. |
Während einer laufenden Sitzung sind nur die Geräte-Einstellungen
erreichbar. Name, Serveradresse und Ports lassen sich nur
ändern, solange Sie in keinem Raum sind – eine Änderung würde ohnehin
erst beim nächsten Verbinden greifen.
5. Mikrofon, Lautsprecher und Kamera testen
Im Reiter Device Settings wählen Sie Ihre Geräte aus und
probieren sie direkt aus – das erspart Ihnen die Fehlersuche mitten in
einer Sitzung:
- Microphone – Gerät wählen und den Test starten; der Pegel muss beim Sprechen ausschlagen.
- Speaker – Gerät wählen und den Testton abspielen.
- Camera – Kamera wählen und das Vorschaubild prüfen.
6. Den ersten Raum betreten
Ein Raum ist der virtuelle Treffpunkt. Wer dieselbe
Raumnummer eingibt, landet zusammen in einer Sitzung.
1
Raumnummer eintragen
Sie bekommen die Nummer von der Person, die Ihnen hilft – oder Sie
geben selbst eine aus, wenn Sie einen Supporter-Schlüssel besitzen.
2
Auf Connect klicken
Der Client verbindet sich, prüft das Zertifikat des Servers und
zeigt anschließend die Teilnehmerliste.
3
Warten, bis ein zweiter Teilnehmer da ist
Solange Sie allein im Raum sind, sind Bildschirmfreigabe, Chat und
Dateiversand deaktiviert – es gäbe ja niemanden, der etwas empfängt.
7. Die Funktionen im Raum
Share Screen |
Überträgt Ihren Bildschirm. Vorher wählen Sie Monitor und Bereich; ein roter Rahmen zeigt Ihnen dauerhaft, was die anderen sehen. Erneuter Klick beendet die Freigabe. Es kann immer nur eine Person gleichzeitig teilen – wer neu startet, übernimmt. |
Camera |
Überträgt Ihr Kamerabild. Mehrere Teilnehmer können gleichzeitig ihre Kamera senden; die Bilder erscheinen als Kacheln. |
Microphone |
Schaltet Ihr Mikrofon stumm. Rein örtlich – der Server erfährt davon nichts. |
Sound |
Schaltet den Ton des Raums für Sie stumm. |
Send file |
Verschickt eine Datei in den Raum. Der Empfänger muss die Annahme bestätigen, bevor etwas gespeichert wird. |
| Chat |
Textnachrichten und Bilder an alle im Raum. |
| Fernsteuerung |
Wer gerade teilt, kann einem anderen Teilnehmer die Steuerung von Maus und Tastatur erlauben – und jederzeit wieder entziehen. Kopieren und Einfügen über die Zwischenablage funktioniert dabei in beide Richtungen. |
| Aufnahme |
Der Raumbesitzer kann die Sitzung als Videodatei aufzeichnen, sofern der Server das anbietet. Läuft eine Aufnahme, sehen alle Teilnehmer einen dauerhaften Hinweis, der sich nicht abschalten lässt. |
Subtitles |
Der Raumbesitzer schaltet Live-Untertitel für den Raum ein. Auch das zeigt allen Teilnehmern einen dauerhaften Hinweis. |
Ohne Headset gilt Wechselsprechen. Sobald hörbarer
Raum-Ton aus Ihren Lautsprechern kommt, pausiert der Client Ihr Mikrofon
kurz – sonst würde Ihr Mikrofon den Ton der anderen wieder einfangen und
alle hörten sich mit Verzögerung selbst. Mit einem Headset tritt das
nicht auf, und beide Seiten können gleichzeitig sprechen.
8. Supporter-Schlüssel und reservierte Raumnamen
Wer anderen hilft, bekommt vom Serverbetreiber einen persönlichen
Supporter-Schlüssel. Er wird im Reiter
License Settings unter Supporter license
eingetragen und macht Sie zum Besitzer der Räume, die Sie eröffnen.
Als Supporter stehen Ihnen zusätzlich offen:
-
Reserved room names (up to 10) – Raumnamen dauerhaft für
sich reservieren, damit sie niemand anderes belegt.
-
Account owner-secret – ein Passwort, mit dem Sie Ihre
eigenen Räume auch im Browser als Raumbesitzer öffnen können.
Der Supporter-Schlüssel gehört genau einer Person. Er
lässt sich nicht gleichzeitig von zwei Installationen nutzen: Meldet
sich jemand anderes damit an, verlieren Sie Ihre Sitzung. Geben Sie ihn
nicht weiter.
9. Updates und Deinstallation
Der Client prüft beim Start selbst, ob eine neuere Version vorliegt, und
fragt vor der Installation nach. Heruntergeladene Pakete werden gegen
ein kryptografisch signiertes Manifest geprüft, bevor sie ausgeführt
werden – Größe und SHA-256-Prüfsumme müssen passen.
Deinstalliert wird der Client wie jedes andere Windows-Programm über
Einstellungen → Apps → Installierte Apps.
10. Häufige Probleme
„Man hört mich nicht“
- Ist der Schalter
Microphone in der Leiste aktiv, also nicht stummgeschaltet?
- Ist unter Datenschutz & Sicherheit → Mikrofon auch der Schalter für Desktop-Apps an? (Abschnitt 3)
- Schlägt der Pegel im Mikrofontest unter Device Settings aus?
- Läuft der Client eventuell von einem Netzlaufwerk statt lokal?
„Ich höre die anderen mit Verzögerung doppelt“
Das ist die Rückkopplung über offene Lautsprecher. Verwenden Sie ein
Headset oder verringern Sie die Lautstärke deutlich.
Der Client verbindet sich nicht
- Stimmt
Server address exakt – ohne https://, ohne Leerzeichen am Ende?
- Haben Sie versehentlich eine IP-Adresse statt des Namens eingetragen?
- Stimmen die beiden Portnummern?
- Blockiert ein Firmen-Proxy oder eine strenge Firewall ausgehende Verbindungen auf diese Ports? Fragen Sie Ihre IT nach ausgehenden Verbindungen zu
8888 und 8889.
- Läuft der Server überhaupt? Das kann nur der Serverbetreiber beantworten.
„Der Client sagt, er läuft schon“
Es läuft bereits eine Instanz, eventuell nur als Fenster im Hintergrund.
Ein zweiter Start holt das vorhandene Fenster nach vorn; das ist so
gewollt (Abschnitt 2).
Eine Meldung zum Zertifikat erscheint
Dann passt der eingetragene Servername nicht zum Zertifikat des Servers,
oder Ihr PC vertraut der ausstellenden Stelle nicht. Wenden Sie sich an
den Serverbetreiber – am Client selbst lässt sich das nicht umgehen, und
das ist Absicht.