Umfassende Anleitung zu PFX-Zertifikaten (Beschaffung, Installation, Erneuerung)
cert.pfx ist ein passwortgeschütztes PKCS#12-Paket: Es
enthält das TLS-Serverzertifikat für Ihren Servernamen zusammen mit
dem zugehörigen privaten Schlüssel. FsRdpServer nutzt es, um die
Verbindung zu allen Clients zu verschlüsseln – genau wie ein
Webserver sein HTTPS-Zertifikat.
Wichtig: Diese Datei stellen nicht wir bereit,
sondern Sie selbst. Das Zertifikat muss exakt auf den DNS-Namen
ausgestellt sein, den Ihre Clients später verwenden – und diesen
Namen kontrollieren Sie, nicht Fischbacher Software.
So kommen Sie an eine passende PFX-Datei:
Sie haben zwei Optionen:
Option 1: Wildcard-Zertifikat (empfohlen für mehrere Server)
- Bei Ihrer Domain-Registrierungsstelle (z. B. HostEurope) ein Wildcard-Zertifikat beziehen, z. B. für
*.ihrefirma.de.
- Das Wildcard-Zertifikat deckt automatisch alle Subdomains ab, also auch
server.ihrefirma.de.
- Es als
cert.pfx mit Passwort exportieren und für den FsRdpServer verwenden.
- Vorteil: Falls Sie später einen zweiten Server installieren (z. B. auf
support.ihrefirma.de), können Sie dasselbe Wildcard-Zertifikat verwenden. Die Lizenz muss aber auf den neuen Hostnamen ausgestellt werden.
Option 2: Spezifisches Zertifikat (für einen einzelnen Server)
- Ein Zertifikat nur für
server.ihrefirma.de beziehen.
- Es als
cert.pfx mit Passwort exportieren.
- Vorteil: Kostengünstiger, falls Sie nur einen Server haben.
Das Wichtigste: Der DNS-Name im Zertifikat muss exakt dem Servernamen entsprechen, für den die Lizenz ausgestellt ist – egal ob Wildcard oder spezifisches Zertifikat. Beispiel: Wenn Ihre Lizenz auf server.ihrefirma.de ausgestellt ist, muss das Zertifikat auch den DNS Subject Alternative Name (SAN) server.ihrefirma.de enthalten.
Weitere Optionen:
- Kostenloses Zertifikat über Let's Encrypt (z. B. mit
certbot), sofern der Servername öffentlich per DNS auflösbar ist.
- Kommerzielles Zertifikat einer anderen Zertifizierungsstelle.
- Internes Zertifikat Ihrer eigenen Firmen-CA für rein interne Bereitstellungen – dann muss jeder Client dieser CA ausdrücklich vertrauen.
Liegt Ihr Zertifikat als separate Dateien vor (bei Let's Encrypt
üblich: fullchain.pem und privkey.pem),
lässt es sich mit OpenSSL zu einer PFX-Datei bündeln:
openssl pkcs12 -export -out cert.pfx \
-inkey privkey.pem -in fullchain.pem \
-password pass:IhrPasswort