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FsRdpServer herunterladen und installieren

Betreiben Sie den FSRdp-Vermittlungsserver auf Ihrer eigenen Infrastruktur – für Windows Server/Windows 11 x64, Linux x64 sowie Linux ARM64 (z. B. Raspberry Pi). Diese Seite führt Sie durch Download, Installation, Zertifikat und Lizenz.

Windows x64

FsRdpServer für Windows

Windows Server oder Windows 11 x64. Das Setup richtet Dienst, Firewall-Regeln und Zugriffsrechte automatisch ein.

Version 1.2608.12.1 · Standard-Windows-Setup

Windows-Installer
Linux x64

FsRdpServer für Linux

Für Ubuntu Server, Debian und vergleichbare 64-Bit-Distributionen. Eigenständiges Paket, keine separate .NET-Runtime nötig.

Version 1.2608.12.1 · ZIP-Paket

Linux-x64-Paket
Linux ARM64

Für Raspberry Pi

Für Raspberry Pi OS (64-Bit) und andere 64-Bit-ARM-Linux-Systeme, z. B. für einen kleinen, dauerhaft laufenden Server.

Version 1.2608.12.1 · ZIP-Paket

Linux-ARM64-Paket

Das brauchen Sie vor der Installation

  • Den exakten DNS-Namen, den Ihre Clients später verwenden werden (z. B. server.ihrefirma.de).
  • Eine passwortgeschützte PKCS#12-Zertifikatsdatei cert.pfx für genau diesen Namen (siehe unten).
  • Das Passwort dieser PFX-Datei.
  • Eine für Ihre Installation signierte Lizenzdatei license.fsrdp (siehe unten).
  • Zwei freie TCP-Ports, standardmäßig 8888 (Hauptverbindung) und 8889 (Audio).
  • Optional, nur bei Nutzung des Browser-Viewers: ein dritter TCP-Port (Standard 8890) sowie eine Lizenz mit freigeschaltetem Browser-Viewer (siehe unten).

Wozu dient die PFX-Datei?

Umfassende Anleitung zu PFX-Zertifikaten (Beschaffung, Installation, Erneuerung)

cert.pfx ist ein passwortgeschütztes PKCS#12-Paket: Es enthält das TLS-Serverzertifikat für Ihren Servernamen zusammen mit dem zugehörigen privaten Schlüssel. FsRdpServer nutzt es, um die Verbindung zu allen Clients zu verschlüsseln – genau wie ein Webserver sein HTTPS-Zertifikat.

Wichtig: Diese Datei stellen nicht wir bereit, sondern Sie selbst. Das Zertifikat muss exakt auf den DNS-Namen ausgestellt sein, den Ihre Clients später verwenden – und diesen Namen kontrollieren Sie, nicht Fischbacher Software.

So kommen Sie an eine passende PFX-Datei:

Sie haben zwei Optionen:

Option 1: Wildcard-Zertifikat (empfohlen für mehrere Server)

  • Bei Ihrer Domain-Registrierungsstelle (z. B. HostEurope) ein Wildcard-Zertifikat beziehen, z. B. für *.ihrefirma.de.
  • Das Wildcard-Zertifikat deckt automatisch alle Subdomains ab, also auch server.ihrefirma.de.
  • Es als cert.pfx mit Passwort exportieren und für den FsRdpServer verwenden.
  • Vorteil: Falls Sie später einen zweiten Server installieren (z. B. auf support.ihrefirma.de), können Sie dasselbe Wildcard-Zertifikat verwenden. Die Lizenz muss aber auf den neuen Hostnamen ausgestellt werden.

Option 2: Spezifisches Zertifikat (für einen einzelnen Server)

  • Ein Zertifikat nur für server.ihrefirma.de beziehen.
  • Es als cert.pfx mit Passwort exportieren.
  • Vorteil: Kostengünstiger, falls Sie nur einen Server haben.

Das Wichtigste: Der DNS-Name im Zertifikat muss exakt dem Servernamen entsprechen, für den die Lizenz ausgestellt ist – egal ob Wildcard oder spezifisches Zertifikat. Beispiel: Wenn Ihre Lizenz auf server.ihrefirma.de ausgestellt ist, muss das Zertifikat auch den DNS Subject Alternative Name (SAN) server.ihrefirma.de enthalten.

Weitere Optionen:

  • Kostenloses Zertifikat über Let's Encrypt (z. B. mit certbot), sofern der Servername öffentlich per DNS auflösbar ist.
  • Kommerzielles Zertifikat einer anderen Zertifizierungsstelle.
  • Internes Zertifikat Ihrer eigenen Firmen-CA für rein interne Bereitstellungen – dann muss jeder Client dieser CA ausdrücklich vertrauen.

Liegt Ihr Zertifikat als separate Dateien vor (bei Let's Encrypt üblich: fullchain.pem und privkey.pem), lässt es sich mit OpenSSL zu einer PFX-Datei bündeln:

openssl pkcs12 -export -out cert.pfx \
  -inkey privkey.pem -in fullchain.pem \
  -password pass:IhrPasswort

Wie bekomme ich eine Lizenz?

FsRdpServer startet ausschließlich mit einer gültigen, signierten Lizenzdatei (license.fsrdp). Sie wird individuell für Ihre Installation ausgestellt und ist an eine dauerhafte Installations-ID sowie Ihren Servernamen gebunden.

So läuft es ab:

  1. Sie installieren FsRdpServer – auch ohne Lizenz möglich, dabei wird die Installations-ID erzeugt.
  2. Sie lassen sich diese ID anzeigen (Befehl unten) und teilen sie mir zusammen mit dem gewünschten DNS-Namen sowie den gewünschten Lizenzgrenzen (Raumanzahl, Teilnehmer pro Raum, Laufzeit) mit.
  3. Ich stelle Ihre signierte license.fsrdp aus und schicke sie Ihnen zu.
  4. Sie legen die Datei im Datenverzeichnis des Servers ab – ein Neustart ist bei einem späteren Austausch nicht nötig.

Installations-ID anzeigen (Windows):

& "C:\Program Files\FsRdpServer\FsRdpServer.exe" --installation-id

Installations-ID anzeigen (Linux):

sudo -u fsrdp-server env FSRDP_DATA_DIR=/opt/fsrdp-server/data \
  /opt/fsrdp-server/FsRdpServer --installation-id

Installation unter Windows

1

Voraussetzungen prüfen

Lokale Administratorrechte, korrekte Serveruhrzeit/Zeitzone sowie cert.pfx samt Passwort und license.fsrdp bereitlegen.

2

Setup als Administrator ausführen

Setup_FSRdpServer.exe mit der rechten Maustaste anklicken und Als Administrator ausführen wählen.

3

Ports bestätigen

Haupt- und Audio-Port eingeben, normalerweise 8888 und 8889.

4

Zertifikat und Lizenz auswählen

Die kundenspezifische cert.pfx und ihr Passwort angeben, anschließend die bereitgestellte license.fsrdp auswählen.

5

Installation abschließen

Das Setup prüft Lizenz, Zertifikat und DNS-Auflösung automatisch und richtet den Windows-Dienst FsRdpServer samt Firewall-Regeln ein. Der Dienst startet danach automatisch.

Prüfen lässt sich der Dienst anschließend mit Get-Service -Name FsRdpServer (Status sollte Running sein) sowie mit FsRdpServer.exe --validate-installation. Eine ausführliche Anleitung inklusive Fehlerbehebung liegt jeder Installation bei.

Installation unter Linux

1

Passendes Paket entpacken

unzip FsRdpServer-linux-x64.zip -d FsRdpServer – auf dem Raspberry Pi entsprechend das ARM64-Paket verwenden.

2

Installer ausführen

Richtet ein eigenes, eingeschränktes Dienstkonto, den systemd-Dienst und das Datenverzeichnis ein. Der Dienst bleibt danach zunächst bewusst gestoppt, bis Zertifikat und Lizenz eingerichtet sind.

cd FsRdpServer
chmod +x FsRdpServer install.sh
sudo ./install.sh
3

Installations-ID erzeugen und Lizenz anfragen

Mit dem oben gezeigten Befehl einmalig die Installations-ID erzeugen und zusammen mit dem gewünschten DNS-Namen an mich übermitteln.

4

Zertifikat und Lizenz einspielen

Nach Erhalt license.fsrdp und cert.pfx mit den richtigen Zugriffsrechten in das Datenverzeichnis kopieren:

sudo install -o fsrdp-server -g fsrdp-server -m 0640 \
  license.fsrdp /opt/fsrdp-server/data/license.fsrdp
sudo install -o fsrdp-server -g fsrdp-server -m 0640 \
  cert.pfx /opt/fsrdp-server/data/cert.pfx
5

PFX-Passwort hinterlegen

In der root-geschützten Datei /etc/fsrdp-server/fsrdp-server.env den Wert FSRDP_CERT_PASSWORD=... eintragen und die Datei mit chmod 0600 schützen.

6

Dienst starten und prüfen

Nach erfolgreicher Validierung den Dienst starten und den Status kontrollieren:

sudo systemctl start fsrdp-server.service
systemctl is-active fsrdp-server.service

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung inklusive Dateirechte-Tabelle, Validierung und Fehlerbehebung liegt jedem Download-Paket als README-LINUX.md bei.

Optional: Browser-Viewer aktivieren (Port 8890)

Möchten Sie zusätzlich den schreibgeschützten Live-Viewer im Browser anbieten (kein Client nötig – siehe FsRdp-Startseite), brauchen Sie dafür einen dritten TCP-Port, standardmäßig 8890. Diese Funktion ist standardmäßig deaktiviert und erfordert:

  • Bereits bei der Lizenzanfrage angeben, dass Sie den Browser-Viewer nutzen möchten – er muss in der Lizenz freigeschaltet sein.
  • Zusätzlich in der Server-Konfiguration aktivieren: "WebGatewayEnabled": true in der appsettings.json (Windows: C:\ProgramData\FsRdpServer\appsettings.json, Linux: /opt/fsrdp-server/data/appsettings.json) oder per Umgebungsvariable FSRDP_WEB_GATEWAY_ENABLED=true. Ein abweichender Port lässt sich über "WebGatewayPort" bzw. FSRDP_WEB_PORT einstellen.
  • Port 8890 (bzw. Ihren gewählten Port) zusätzlich in der Firewall freigeben.
  • Optional: ein eigenes Zertifikat nur für den Browser-Viewer über WebGatewayCertificatePath/WebGatewayCertificatePassword hinterlegen, falls Besucher über einen anderen Hostnamen zugreifen sollen als die nativen Clients. Bleibt das leer, wird automatisch cert.pfx mitverwendet.
  • Nach jeder Änderung an der Konfiguration den Dienst neu starten.

Netzwerk-Checkliste

Fragen zu Installation oder Lizenz? Gerne stimme ich mit Ihnen Servername, Lizenzgrenzen und Zertifikat gemeinsam ab und helfe bei der Installation.

Robert Fischbacher

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